Referenzprojekt

Energetische Vollsanierung eines
12-Parteien-Hauses

Schlüsselfertig als Generalunternehmer umgesetzt — von Energieeffizienzklasse H auf KfW-55-EE-Standard in nur fünf Monaten Bauzeit, bei laufendem Betrieb im bewohnten Bestand.

Osnabrück (Kalkhügel) · Mehrfamilienhaus Bj. 1974 · 2024 / 2025

  • Gebäudehülle
  • Fenster & Türen
  • Wärmepumpen-Kaskade
  • Fußbodenheizung
  • Photovoltaik 30 kWp
840
m² Wohnfläche
12
Wohneinheiten
5
Monate Bauzeit
1,20
Mio. € GU-Festpreis

Energieeffizienz: Klasse H → KfW 55 EE

01 · Ausgangslage & Objektdaten

Vom Sanierungsstau
zum Vorzeigeobjekt.

Das 1974 errichtete 12-Parteien-Haus wies vor Sanierungsbeginn einen erheblichen Instandhaltungsrückstau auf und lag in der schlechtesten Energieeffizienzklasse H. Entscheidend für die Projektplanung war ein logistischer Vorteil: Drei Wohneinheiten zu je rund 70 m² standen bei Baubeginn leer.

Der Projekthebel

Das „Schiebe-Prinzip“

Die drei leerstehenden Einheiten (210 m²) wurden zuerst fertiggestellt und anschließend als Ausweichflächen genutzt. Dadurch konnten die Fräsarbeiten für die Fußbodenheizung im bewohnten Bestand ohne Zwischenmiete und ohne Auszug ablaufen — sozialverträglich und ohne Bauzeitverlust.

  1. Puffer schaffen

    Innenausbau der 3 leeren Einheiten vorziehen

  2. Mieter rotieren

    Bewohner ziehen temporär in die Pufferwohnungen

  3. Fräsen & Rückzug

    Fußbodenheizung einfräsen, Mieter kehren zurück

Standort & Typ
Osnabrück (Kalkhügel), 12-Parteien-Mehrfamilienhaus, Baujahr 1974
Flächen & Status
840 m² Wohnfläche gesamt · davon 3 Einheiten (210 m²) zu Beginn leerstehend
Ausgangszustand
Erheblicher Instandhaltungsrückstau, Energieeffizienzklasse H
Besonderheit
Kosteneffiziente TGA-Erneuerung durch Frästechnik für die Fußbodenheizung im bewohnten Zustand sowie ressourcenschonende Einblasdämmung in das zweischalige Mauerwerk
Rolle Livara
Generalunternehmer — Planung, Ausführung und schlüsselfertige Übergabe
Die Transformation auf einen Blick

Drei Kennzahlen, ein Ergebnis.

Energieeffizienz
Klasse H
↓ KfW 55 EE
Heizkosten
3,50 €/m²
↓ unter 0,80 €/m²
Kaltmiete
7,50 €/m²
↑ 11,50 €/m²

Trotz höherer Kaltmiete blieb die Warmmiete für die Bewohner nahezu unverändert.

02 · Bauliche Maßnahmen

Alle Gewerke aus einer Hand.

Alle Gewerke wurden als Generalunternehmer aus einer Hand koordiniert — von der Gebäudehülle über die Anlagentechnik bis zur Stromerzeugung auf dem Dach.

Gebäudehülle

Dach & Fassade

Neueindeckung inklusive Aufsparren- und Geschossdeckendämmung. Kerndämmung der Fassade als Einblasdämmung in das zweischalige Mauerwerk.

Fenster & Türen

Komplettaustausch

Austausch im gesamten Gebäude auf 3-fach-Isolierverglasung, inklusive elektrischer Rollläden.

TGA & Heizung

Wärmepumpen-Kaskade

Demontage der Altanlage, Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpen-Kaskade sowie Kellerdeckendämmung.

Wärmeverteilung

Frästechnik

Einfräsen von Fußbodenheizungen in den Bestandsestrich in allen zwölf Einheiten — ohne Aufbauhöhe und ohne Estricherneuerung.

Photovoltaik

30 kWp Aufdach

Aufdach-Anlage mit Stromspeicher zur Versorgung der Wärmepumpe und des Allgemeinstroms.

03 · Projektkosten

Transparent bis zum letzten Euro.

Alle Angaben sind finale Brutto-Investitionssummen inklusive 19 % Mehrwertsteuer, vereinbart als GU-Festpreis bis zur schlüsselfertigen Übergabe.

Basis-Sanierung (energetisch)
1.050.000 €
ca. 1.250 € / m² auf 840 m²
Zusatz: Innenausbau Leerwohnungen
149.940 €
3 Einheiten (210 m²) · 714 € / m²
Gesamtkosten
GU-Festpreis bis zur schlüsselfertigen Übergabe
1.199.940 € brutto
rund 1.429 € / m² Wohnfläche

Orientierungspreise für Ihr Objekt: Preisliste mit Sanierungsrechner · Hintergrund: Was kostet eine Komplettsanierung? · KfW-Förderung für die Sanierung

04 · Bauablauf

Fünf Monate, ein Plan.

Vorfertigung und die drei leeren Einheiten als Pufferflächen verkürzten die Bauzeit erheblich. Die Gewerke liefen etappenweise und parallel.

  1. Monat 1

    Planung & Start Innenausbau

    Einrichten der Baustelle und Gerüststellung. Paralleler Beginn des Innenausbaus der drei leeren Wohneinheiten, um diese als Ausweichflächen vorzubereiten.

  2. Monat 2 – 3

    Hülle & Fenster

    Dachsanierung und Einblasdämmung der Fassade. Zügiger, etappenweiser Austausch aller Fenster im Bestand. Montage der Photovoltaikanlage auf dem Dach.

  3. Monat 4

    Mieter-Rotation & TGA

    Nutzung der fertiggestellten drei Einheiten als Puffer: Bewohner zogen für die Fräsarbeiten temporär um. Installation der Wärmepumpen-Kaskade.

  4. Monat 5

    Inbetriebnahme & Abschluss

    Abschluss der Fräsarbeiten und Rückzug der Mieter. Hydraulischer Abgleich, Einregulierung der Gesamtanlage, TÜV-Abnahme und besenreine Objektübergabe.

05 · Ergebnis für den Eigentümer

Wirkung auf drei Ebenen.

Die Sanierung wirkt auf drei Ebenen gleichzeitig — Substanzwert, steuerliche Behandlung und laufender Ertrag.

Wertsteigerung

Faktor ca. 1,4

Die Hebung auf KfW-55-Standard eliminiert den „Brown Discount“ und erzeugte einen starken Value-Add auf das eingesetzte Kapital.

Steuerliche Behandlung

§ 82b EStDV

Die energetischen Maßnahmen wurden gutachterlich vollumfänglich als Erhaltungsaufwand deklariert — sofort abzugsfähig und auf fünf Jahre verteilbar.

Miete & Vermietbarkeit

7,50 → 11,50 €/m²

Heizkosten sanken von 3,50 € auf unter 0,80 €/m². Die Warmmiete blieb für die Bewohner nahezu neutral.

Kernaussage: höhere Kaltmiete bei nahezu unveränderter Warmmiete — die Modernisierung trägt sich für beide Seiten.

Bildergalerie

Sanierte Objekte im Bild.

Einblicke in fertiggestellte Sanierungen — vom Bad bis zur kompletten Wohneinheit.

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